Einen Wimpel nähen

Kostenlose Nähanleitung: Einen Wimpel nähen

Liebe Nähfreunde,
Sabrina von TollKind zeigt euch heute wie ihr einen süßen Wimpel nähen könnt. Mit dem Wimpel könnt ihr beispielsweise das Kinderzimmer schmücken oder euren Freunden ein individuelles Geschenk machen. Wir wünschen euch viel Freude mit der kostenlosen Nähanleitung und bedanken uns bei TollKind!

Sämtliche Rechte dieser Anleitung liegen bei TollKind (Inhaberin Sabrina Speckmann). Das Kopieren (auch in Teilen) und jegliche Weitergabe (auch als Tausch, Verkauf o.ä.) sind untersagt. Für eventuelle Fehler in der Anleitung wird keine Haftung übernommen. Die nach dieser Anleitung erstellten Werke dürfen unter der Angabe „genäht nach einer Anleitung von TollKind“ verkauft werden.

Fertiger-Wimpel-selber-genaeht

Was ist ein Wimpel?

Die Wimpel gab es schon zu Zeiten unserer Eltern und Großeltern in Kegelclubs und anderen Vereinen, aber seit geraumer Zeit sind die Retrorelikte aus der modernen Einrichtung ebenfalls nicht mehr wegzudenken. Sie schmücken die Wände der Kinderzimmer und blicken uns auf Einrichtungsblogs und in Katalogen entgegen. Aber auch als Mitbringsel statt Grußkarte, oder um Statements zu positionieren, eignen sie sich besonders gut.

Bitte achte jedoch darauf, sie insbesondere für kleinere Kinder unzugänglich aufzuhängen, damit sich niemand an den Schnüren strangulieren kann.

Viel Spaß beim Nähen deines Unikats!

Eure Zutaten um einen Wimpel selber zu nähen: 

  • 2 Stoffzuschnitte (am besten aus festerer Webware) gemäß Schnittmuster (bitte gib deine individuelle Nahtzugabe hinzu, andernfalls wird dein Wimpel ein wenig kleiner).
  • Nähmaschine mit auf den Stoff abgestimmter Nadel
  • Passendes Nähgarn
  • Stab/Stock ca. 25cm lang und möglichst gerade
  • Wolle/sonstiges Band zum Aufhängen
  • Stecknadeln und nach Belieben Stoffklammern
  • Ggf. Handnähnadel
  • Ggf. Verzierungen wie Bügelbilder, Spitzenband, Applikationen, Bänder und Borten
  • bei dünneren Stoffen ggf. eine Vlieseinlage (z.B. H250) zum Verstärken


Los geht’s!

Schritt 1: Stoff für einen Wimpel zuschneiden

Du benötigst zwei Stoffzuschnitte gemäß des Schnittmusters (Ausdruck ohne Seitenanpassung). Bitte gib deine individuelle Nahtzugabe hinzu.
Du kannst zwei Stücke desselben Stoffs nehmen, oder aber zwei unterschiedliche Stoffe miteinander kombinieren. Wir raten dazu, für die Vorder- und Rückseite Stoffe mit etwa gleicher Schwere/Dicke zu verwenden. Bei besonders leichten Stoffen empfehlen wir, diese von der Rückseite mit einer Vlieseinlage, wie z.B. H250 zu verstärken (auf die Rückseite aufbügeln).

Achte bitte darauf, dass dein eventuell vorhandenes Stoffmuster später nicht auf dem Kopf steht.

Stoffe-zum-Wimpel-naehen

Wimpel-Stoff-zugeschnitten-mit-Schnittmuster

Nun kannst du die rechten/schönen Seiten deines Wimpels nach Herzenslust verzieren oder natürlich einfach schlicht lassen. Du kannst Applikationen oder Bügelbilder/Plotts aufbringen, Webbänder aufnähen, Spitzenband aufnähen oder Quasten mit einnähen. Diese solltest du dann auf der rechten Stoffseite vor der weiteren Verarbeitung fixieren.

Schritt 2: Wimpel nähen

Als nächstes legst du die beiden Stücke für deinen Wimpel rechts auf rechts aufeinander (die beiden „schönen“ Seiten blicken sich an) und fixierst deine Stoffstücke rundherum.

Dann nähst du rund um den Wimpel herum und lässt oben an der Geraden lediglich eine Wendeöffnung (etwa 6-7cm lang) offen. Du nähst mit einem einfachen Geradstich. Am Anfang und am Ende der Naht nähst du einmal vor und zurück, um deine Naht so zu verriegeln.

zugeschnittener-Stoff-f-r-einen-Wimpel

Eventuell überschüssige Spitze, Webband etc. kannst du nun abschneiden. Bitte nicht allzu knapp, damit es später nicht ausfranst. Außerdem kürzt du nun die Ecken deines selbstgenähten Wimpels ein, damit dort später keine hässlichen Knubbel entstehen (siehe obige Abb. schwarze Linien und folgende Abb.).

gekuerzte-Ecken-vom-Wimpel

Anschließend wendest du deinen Wimpel auf rechts. Dazu stülpst du das komplette Werk einmal durch die übrig gelassene Öffnung und formst die Ecken z.B. mit einer Häkelnadel schön aus. Als nächstes bügelst du es (Achtung bei Webbändern etc.).

gewendet-und-gebuegelter-Wimpel
Nun verschließt du deine Wendeöffnung per Hand mit einem Matratzenstich oder du steppst deinen Wimpel rundherum mit einem Geradstich knappkantig ab und schließt die Wendeöffnung dadurch automatisch mit.

Schritt 3: Ast am Wimpel fixieren

Anschließend legst du deinen Ast/Stock auf die Rückseite deines Wimpels, klappst die obere Kante einmal um und fixierst sie mit Stecknadeln. Hast du einen sehr glatten und geraden Ast, dann kannst du ihn herausziehen und die umgeklappte Lasche von der Vorderseite des Wimpels absteppen. Anschließend schiebst du den Ast wieder durch die nun entstandene Lasche.

Ist der Ast eher uneben du lässt sich später nicht so gut durch die Lasche schieben, dann belässt du ihn in deinem Wimpel und nähst z.B. mit dem Reißverschlussfüßchen deiner Nähmaschine ganz knapp am Ast entlang; ebenfalls auf der Vorderseite des Wimpels.

Wimpel-mit-aufgelegtem-AstWimpel-mit-eingenaehtem-Ast

Schritt 4: Band befestigen

Als letzten Schritt befestigst du nun dein Band an dem Ast und schon ist dein Wimpel bereit, aufgehängt zu werden.
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Wimpel-in-Hasenform-von-Paul-und-Clara

(Bildquelle Paul & Clara: © www.paulundclara.com)

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