Beanie nähen

Beanie nähen - kostenlose Nähanleitung

Liebe Nähfreunde,

passend zur kalten Jahreszeit hat uns Sabrina von TollKind eine Nähanleitung für eine Beanie-Mütze zur Verfügung gestellt. Sie zeigt uns, wie sich aus einem Schnittmuster verschiedene Varianten des Wendebeanies nähen lassen. In der nächsten Anleitung erfährst du dann, wie du dir im Handumdrehen sogar noch einen passenden Loopschal aus den Stoffresten herstellen kannst. Viel Spaß beim Nähen!

Solltest du noch kein Schnittmuster besitzen, so findest du zahlreiche kostenlose Beanie-Schnittmuster im Internet. Wir lesen häufig, dass insbesondere Nähanfänger sich noch nicht so recht trauen, selbst Änderungen an Schnitten vorzunehmen und stattdessen lieber ein neues Schnittmuster kaufen. Wir möchten hiermit also gerade die Anfänger ermutigen, ein wenig zu experimentieren. Hierzu eignet sich ein Anfängerschnitt wie für unsere Beanies ganz besonders.

Viel Spaß beim Nähen!

Material

  • gut dehnbarer Stoff wie z.B. Jerseystoff oder dehnbarer Sweatshirtstoff
  • Nähmaschine mit auf den Stoff abgestimmter Nadel
  • Passendes Nähgarn
  • Stoffklammern oder Stecknadeln
  • Ggf. Bündchen
  • Ggf. Handnähnadel
  • Ggf. Verzierungen wie Applikationen, Knöpfe, Lederlabels, Schleifen, Bommel etc.


...und natürlich benötigst du ein Mützenschnittmuster.

Beanie nähen - Verschiedene Varianten

Nachdem du dein Wunschschnittmuster ausgedruckt oder abgepaust hast, schneide es aus und überprüfe, ob die Nahtzugabe bereits im Schnittmuster enthalten ist oder ob du diese beim Stoffzuschnitt noch hinzugeben musst.
Außerdem solltest du folgende Fragen vorab berücksichtigen:

  • Wie lang soll deine Mütze sein?
  • Soll sie eng anliegen oder hinten ein Stück herunterhängen?
  • Nähst du ein Bündchen an und muss der Stoff somit kürzer sein?
  • Möchtest du deinen Saum ein oder zwei Mal umschlagen?


Achte bitte auch unbedingt auf den angegebenen Fadenlauf, da sich die Mütze sonst je nach Stoffart nicht in der Weite dehnt und somit nicht passt.

Nun kannst du deine Mütze (je nach Schnittmuster mit oder ohne zusätzliche Nahtzugabe) zuschneiden.

Der hoffentlich im Schnittmuster angegebene Stoffbruch ist übrigens die Stelle, an dem du den Stoff faltest, wenn du ihn doppelt legst. An der Stelle des Bruchs wird der Stoff nicht durchgeschnitten und das Schnittmuster an die Falte gelegt!

Mützen-Zuschnitte

Hier die Zuschnitte aus dieser Anleitung

Einlagige Beanie-Mütze nähen

Es gibt verschiedene Mützenschnittmuster, manche haben vier, andere sechs oder acht „Spitzen“. Sie alle werden aber grundsätzlich auf die gleiche Art genäht.

Du nähst die Spitzen von außen nach innen gehend aneinander (siehe Bilder), bis du symmetrisch nur noch die mittige Naht übrig behältst. Du näherst dich also von links und von rechts der Mitte.

Hier einmal mit vier Spitzen:

Mützen-Zuschnitt mit 4 Spitzen

Du klappst die äußerste Spitze auf die daneben liegende Spitze (bitte die schöne Seite auf die schöne Seite klappen) und schließt die markierte Stelle. Genäht wird möglichst immer mit einem dehnbaren Stich. Dem Handbuch deiner Nähmaschine kannst du entnehmen, welcher das bei dir ist. Notfalls geht auch ein klein eingestellter Zick-Zack-Stich. Lasse die Naht unten schön rund auflaufen, sonst steht hier später eine Ecke ab.

Bei einem Schnittmuster mit sechs Spitzen sähe das dann beispielsweise so aus: Es werden jeweils drei Spitzen nacheinander zusammengenäht und die Naht in der Mitte bleibt vorerst offen.

Offene Naht in der Mitte

Als nächstes legst du nun die beiden entstandenen symmetrischen Seiten aufeinander, achtest darauf, dass oben die Nähte gut aufeinandertreffen und schließt die Mittelnaht komplett mit einer einzigen Naht. Diese Naht stellt bei der fertigen Mütze die Naht dar, die über der Stirn beginnt und bis in den Nacken reicht.

geschlossene Mittelnaht an der Mütze

Soll dein Saum offen bleiben und sich (z.B. bei Jersey mit Elasthananteil) einrollen, bist du bereits fertig! Du kannst, wenn du möchtest, noch ein Label annähen.

Mütze mit Label

Du kannst deine Mütze aber auch noch säumen. Dazu faltest und bügelst du die unten noch offene Stoffkante ein oder zweimal nach innen um, steckst sie mit Nadeln oder Stoffklammern fest und nähst rundherum mit einem unbedingt gut dehnbaren Stich.

Mütze mit Saum

Damit bist du mit dem Nähen deiner einlagigen Beanie-Mütze auch schon fertig!

Einlagige Beanie-Mütze mit Tiermustern

Doppellagige Beanie-Mütze nähen

Um eine doppellagige Mütze zu nähen, nähst du erst einmal zwei ungesäumte einlagige Mützen. Bei der zweiten Mütze lässt du aber einen Teil der Mittelnaht offen. Dies ist die spätere Wendeöffnung:

 Offene Mittelnaht für Wendeöffnung

Als nächstes lässt du eine Mütze auf links (unschöne Seite nach außen) und wendest die andere Mütze auf rechts (schöne Seite nach außen). Nun steckst du die gewendete Mütze in die andere Mütze, sodass die beiden schönen Seiten zueinander zeigen und die Nähte genau aufeinander treffen und nähst an der unten liegenden offenen Kante rundherum die beiden Mützen zusammen.

Offene Kante doppellagige Mütze

Jetzt kannst du deine Mütze durch die Wendeöffnung auf rechts wenden und musst das kleine Loch nur noch schließen. Entweder faltest du die Nahtzugabe nach innen und nähst sie ganz knapp an der Kante mit einem schmalen, dezenten Stich der Nähmaschine zu, oder du schließt sie per Hand mit dem Matratzenstich/Leiterstich. Hierzu findest du viele Anleitungsvideos z.B. auf Youtube.
Fertig!

Doppellagige Beanie-Mütze

Bündchenmütze nähen

Für die Bündchenmütze bereitest du ebenfalls wieder zwei einlagige und ungesäumte Mützen vor. Eine mit und eine ohne Wendeöffnung. Dann misst du das Bündchen aus: Dies ist der Kopfumfang des Mützenträgers, multipliziert mit 0,75 PLUS Nahtzugabe. Bei einem Kopfumfang von 52 cm ergibt es also: 52x0,75=39 zzgl. an beiden Seiten 1cm Nahtzugabe, somit insgesamt 2 cm = 39+2=41cm.

Die Höhe des Bündchens ist Geschmackssache, ich habe 12 cm gewählt. Das zugeschnittene Bündchen ist also 12 cm hoch und gemäß Beispiel 41 cm breit. Als nächstes werden die beiden 12cm hohen Enden aufeinander gelegt und zusammengenäht:

Bündchen gelbe Mütze

Jetzt haben wir einen Ring. Dieser Ring wird so längs gefaltet, dass die unschöne auf die unschöne Seite trifft:

Zusammengefalteter Ring gelbe Mütze

Jetzt kannst du es dir leichter machen, indem du dir sowohl den Umfang des Bündchens als auch der Mützen in exakt gleich große Viertel einteilst. Markiere die vier Punkte mit Stecknadeln. So ist die Dehnung des Bündchens später gleichmäßiger. Nun steckst du die Mützen wie bei der doppellagigen Mütze ineinander, steckst aber zusätzlich noch das Bündchen dazwischen. Bei allen vier Stofflagen schauen die offenen Stoffkanten in dieselbe Richtung. Zudem treffen die Nähte und auch die Markierungen aller Teile aufeinander. 

Aufeinandertreffende Nähte gelbe Mütze

Als nächstes nähst du die Teile wie bei der doppellagigen Mütze rundherum zusammen. Dabei muss das in der Mitte liegende Bündchen beim Nähen auf die Größe der Mützen gedehnt werden, da dieses kleiner ist. Anschließend wird wieder durch die Wendeöffnung gewendet und diese verschlossen. Fertig!

Bündchenmütze in Gelb

 In der nächsten Nähanleitung zeige ich euch, wie ihr zu euren Beanie-Mützen passende Loopschals näht. Bis dahin, 

eure Sabrina

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